Was bedeutet Scheitern wirklich?

Elbrus Gipfel Russland

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Wie funktioniert eigentlich richtiges Scheitern? Diese Frage habe ich mir, vielleicht auch Du, immer wieder gestellt. Kennst Du das? Nehmen wir mal an Du hast ein Commitement geschlossen, dass Du besser mit Frauen sein möchtest. Das ist schoneimal die halbe Miete. Aber die Umsetzung braucht sehr sehr viel Energie. Das bedeutet Du brauchst Spass an der Sache, sonst wirst Du innerhalb kürzester Zeit Dein Handtuch werfen, denn Scheitern ist leider vorprogrammiert.

Schlechte Nachrichten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst Du immer wieder scheitern, es sei denn Du bist ein Genie. Nehmen wir einmal an Du bist am Anfang Deiner Entwicklung mit dem Erfolg bei Frauen. Nehmen wir mal an Du fängst bei Null an und konntest Dich gerade mal von World of Warcraft lösen. Nun willst Du da draußen Frauen ansprechen packst Deine Sachen, machst Dich ausgehfertig und besuchst die nächste größere Einkaufsstraße. Bis dahin schoneinmal sehr gut, denn Du kommst aus Deiner Komfortzone raus. Du gehst Die Straße in die eine Richtung, Du gehst die Straße in die andere Richtung. Nichts passiert. Nicht eine einzige Frau hast Du angesprochen. Nach ein bis zwei Stunden sprichst Du die erste Frau an! Perfekt! Aber die Frau ignoriert Dich, sie geht einfach weiter. Jetzt gibt es zwei verschiedene Typen. Der Eine fühlt sich als Versager, schmeißt das Handtuch. Der andere fühlt sich angespornt weiterzumachen. Er will als nächstes, dass sich die Frau auch mit ihm unterhält. Aber es werden ihn wahrscheinlich noch 10 andere Frauen ignorieren bis es klappt. Warum ist das so? Weil das Scheitern in dem Fall ein gutes Zeichen ist. Es ist dieses Gefühl kurz davor zu sein die Schallmauer zu durchbrechen, aber Du bist eben nur nahe dran aber hast die Schallmauer noch nicht durchbrochen. Nach mehrmaligen Scheitern hast Du es dann aber geschafft die Frau nicht nur anzusprechen, sondern sich auch mit ihr zu unterhalten.

Es gibt tausende Analogien in der Welt, die diesen Effekt beschreiben, sogar der Durchbruch der Schallmauer ist in der Historie so ein Effekt gewesen. Aber nehmen wir einmal Sir Edmund Hillary. Er war der erste Mensch, der zusammen mit seinem Sherpa den Mount Everst bestieg. Was glaubst Du wievielmal er und andere an diesem Berg gescheitert sind. Seit Mitte der 20er Jahre haben hunderte von Menschen versucht den Mount Everest zu erklimmen, ohne Erfolg. Aber sie haben immer wieder an dem Erfolg gekratzt. So mußte Edmund beim ersten Versuch ca. 250 Meter unter dem Gipfel abbrechen. 250 Höhen Meter vor dem 8848 Meter hohen Gipfel! Was für eine Schmach! Was meinst Du wie er sich gefühlt haben muss, so kurz vor dem Ziel, um doch den Rückzug anzutreten. Aber das war die Grundlage. Er hat sozusagen an den Gipfel angeklopft, ihn aber nicht einnehmen können. Er konnte jedoch Erfahrungen sammeln und schwierige strategische Punkte konnte er nun einnehmen. Im Jahr 1953 war es dann soweit. Der Gipfel wurde von Hillary und seinem Sherpa Norgay eingenommen.

Das interessante ist, dass alle vorigen Expeditionen vorher Puzzleteile zum Erfolg waren. Ohne die vorigen Expeditionen hätte er es nie geschafft. Eines seiner Puzzleteile war der berühmte Hillary Step, der zum Erfolg der Tour führte.

Wenn Du immer wieder merkst, dass Du kurz vor deinem Ziel scheiterst, aber im Gefühl hast, auf dem richtigen Weg zu sein, sollte dich das anspornen weiterzumachen. Einzige Ausnahme ist es, wenn Du kein gutes Gefühl hast, denn dann befindest Du Dich in der berühmten Affenfalle.

Warum erzähle ich Dir das Ganze? Weil meine Entwicklung letztlich genau diesen Verlauf nahm. Das Scheitern kurz vor dem Ziel, sollte Dir noch mehr den Impuls geben, und dich noch mehr motivieren. Das Scheitern kurz vor dem Ziel ist letztendlich wertvolle Erfahrung, die Du leider in keinem Buch oder Video nachschauen oder erwerben kannst. Es ist das was wir auch Evolution nennen.

Euer Florian Lukas

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2 Responses to Was bedeutet Scheitern wirklich?

  1. Andy Friday says:

    Toller Beitrag! Die Analogie zu Edmund Hillary gefällt mir sehr! 🙂
    Danke dafür.
    Andy

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