Mexiko Road- Trip

MexikoEs gibt einige Reiseländer, die solltest Du in deinem Leben besucht haben. Mexiko ist eines davon, aber woran liegt das? Nun ranken sich einige Mythen um diesen Staat. Sie stammen aus der spanischen Kolonialzeit, oder aus den legendären Westernfilme, bei denen der Bösewicht aus Mexiko stammt, einen Sombrero und Patronengürtel trägt und nach brutaler Schießerei sich wieder nach Mexiko absetzt, um die schönen Frauen und den Tequila zu genießen.

Aber auch die alte klassische Geschichte der Mayers und Azteken befeuern nicht nur den Mythos, sondern ruft auch Verschwörungstheoretiker aus allen Herrn Länder auf den Plan.

Grund genug also einen günstigen Flug nach Mexiko City zu buchen. Es ist einer unserer großen Errungenschaften unserer Zeit, dass Reisen so günstig ist. Ich buchte einen Direktflug von München nach Mexiko City. Den Flug von Köln nach nach München bekam ich kostenlos dazu. Mein Kumpel V. sagte spontan zu, mitzukommen.

Als wir in Mexiko City landeten, holte mich meine gute Freundin Alina vom Flughafen ab. Sie stammt aus Mexiko City und ist somit bestens Vertraut mit den Gepflogenheiten dieses Landes. Sie rümpfte allerdings die Nase, als ich von dem deutschen Tequila sprach. Auch wie die Deutschen den Tequila trinken, entspricht offensichtlich nicht den Sitten und Gebräuchen dieses Landes. Sie organisierte für uns die Bus und Flug- Tickets. Die Route verlief von Mexiko bis zu dem äußersten Westen, über Queretaro, San Miguel de Allmonde, Guanajuata, Guadalajara nach Los Cabos am Pazifik, wieder zurück in den Osten nach Tasco. In Mexiko gibt es keinen Personenverkehr auf der Schiene, also bist Du entweder auf den Bus- oder den Flugverkehr angewiesen.

Queretaro

früh Morgens ging es gleich zum Busbahnhof in Mexiko City. Die Busse waren sehr bequem ausgestattet mit großen Sesseln und Fernseher, so dass wir bequem in Queretaro ankamen. Die Stadt scheint so eine Art Wahlfahrtsort zu sein, denn es gab unzählige Kirchen und Kathedralen die den Weg säumten. Untergebracht waren wir mitten in der Altstadt. Am Abend gönnten wir uns direkt am Hauptplatz ein großes Abendessen mexikanischer Art. Das Lokal hatte viel Charme, mit vielen knallige Farben und kleine Spiegelsplitter als Mosaik verziert. An diesem Abend feierte ich meine Primere. Ich probierte meinen ersten Margarita.

Das Crash- Eis  schien geradezu über die Tasse zu schwappen. Obendrauf kam noch eine Bierpulle, die umgedreht in dem Glas steckte. Nach dem ersten Schluck spürte ich- ich war angekommen in Mexiko. Nun konnte mich auf den Flavour einlassen.

San Miguel

Am nächsten Tag ging es weiter nach San Miguel de Allonde. Dieser Ort hat Geschichte geschrieben denn der Namensträger hat hier die Unabhängigkeit von der spanischen Krone ausgerufen. Der Ort hatte etwas von einer Playmobil Landschaft. Nicht umsonst kommen hierher viele Künstler aus Amerika und genießen die harmonische Atmosphäre mit den alten Prachtbauten aus der Kolonialzeit und der Kathedrale im Zentrum.

Auffällig waren die vielen Männer mittleren Alters, die stolz große Cowboy Hüte trugen, als Zeichen großer männlicher Potenz. In dem nahegelegen Markt kaufte ich mir ebenfalls einen großen Hut mit halben Meter Durchmesser. Das ist einfach ein Muss.

Wir suchten am Abend noch nach einer typisch Mexikanischen Bar und wurden an der Landstraße fündig. Auf Empfehlung der Rezeptionistin aus unserem Hotel bestellten wir uns ein Bier mit Tabasco, wahlweise Zitrone oder Chili. Ich fragte den Barkeeper nach einem typisch mexikanischen Getränk. Prompt stellte er uns einen Mezcal auf den Tresen. Da stand ich also im tiefsten Mexiko, mit meinen coolen Cowboy Hut in einer Bar. Ich trank den Mezcalin einem Zug aus und merkte wie das klare Hochprozentige durch meinen Rachen floss und sich in einem Feuerwerk an Gewürzen im Rachen breit machte. Der typische Zwiebelblick blieb von mir nicht aus,

Zurück auf dem Hauptplatz mit der Kathedrale wurde uns der Abend durch ein Feuerwerk versüßt, was in Mexiko offensichtlich mehr als nur eine Tradition ist.

Guanajuato

Weiter mit dem Bus ging es zu der Stadt der Mumien. Die Mexikaner haben eine besondere kulturelle Beziehung zu ihren Toten was in dieser Stadt offensichtlich seine Pointe findet. In dieser Gegend ist es schon deutlich gebirgiger, so dass viele Straßen dieser Stadt untertunnelt sind.  Das schönste Cafe- Haus liegt direkt neben der Oper, von wo aus du einen herrlichen Ausblick auf den Trubel hast. Außerdem gibt es hier die schönsten Geschäfte für Kunsthandwerk. Sehr auffällig sind die Mumien- Puppen in Gestalt einer Frau mit bunten Farben ausstaffiert.Das Stadtbild wird durch die vielen Studenten geprägt, die mit einem großen Architekten Winkel  ausgestattet sind, weil die Hauptfakultät Architektur ist.

Guadalajara

Man sagt Guadalara sei die Perle des Westens. Eine alte Stadt die im europäischen Antlitz strahlt. Alte Prachtbauten, mit mehreren Kathedralen und der Hauptkathedrale säumen die lebhafte Innenstadt. Hier kann man, wenn man denn will, eine Destellerie Tour mit einer Pferdekutsche buchen.

Am Abend fuhren wir mit dem Taxi zur Chapultepec. Diese Straße ist mit Bars und Kneipen gepflastert. Die Strasse ist in der mit einem Boulevard gesäumt auf dem die jungen Leute alle zur späten Stunde zusammenkommen. Wir saßen den ganzen Abend in einer Bar in der maneinen recht guten Überblick über die Stadt hatte. Dabei siehst Du allerhand kurioses. Zum Beispiel fuhr ein aufgemotzter alter Käfer über den Boulevard. Das Innere des Fahrzeuges war zu einer fahrenden Discothek ausgebaut mit bunten Lichtern, die in der Nacht über den Boulevard funkelten. Dabei schaukelte der Käfer hin und her, denn die Leute im Auto gingen richtig ab.

Los Cabos

Erstaunlich, denn mein Kumpel und ich wachten schon am nächsten Tag kurz nach zehn auf. Wir hatten ein straffes Programm vor uns, denn wir wollten entweder Hochseefischen oder Segeln gehen. Wir hatten beide keinen blassen Schimmer, wie wir an ein Boot kommen konnten, jedenfalls war mit Chartern im Hafen nicht viel los. Also mussten wir die typische Touri-Schiene fahren. Perse habe ich bei organisierten Fahrten dieser Art meine Zweifel. Zwei Mexikaner drehten uns für 40 US$ eine Fahrt auf einem Katamaran an. Ich war sehr skeptisch, doch andererseits gab es keine besonderen Alternativen, also buchten wir einen Segeltrip, mit anschließendem Schnorcheln in einer Bucht.
Vom Vortag noch etwas angedätscht schlenderten wir zu unserem Boot. V. und ich hatten keine gute Laune, das sollte sich aber schlagartig ändern, als uns auf dem Boot Margarita und kühles Bier angeboten wurde. Als wir auf dem Boot saßen, fühlte ich mich wie Harald Junke in seinen besten Zeiten. Keine Termine und leicht einen Sitzen. Wir passierten mit dem Boot die Klippen und weiße Sandstrände. Die Tour war in der Hinsicht eine Mogelpackung, da die Segel gar nicht aufgezogen wurden. Für mich als Vollblutsegler ein absolutes Verbrechen an der Menschheit. Und so schipperten wir mit dem Außenborder durch die Gegend. Die kühlen Getränke glichen aber die Mogelpackung aus. Zudem machten sich die Damen an Board auch locker und setzten sich mit ihrem Bikini ans Deck. Mit dem Flugzeug ging es wieder zurück nach Mexikocity, von wo aus wir nach

Tasco fuhren.

Ein Dorf eingeschlagen in die Berge. Putzig und herzerwärmend sind die vielen alten Käfer, die sich durch das kleine Dorf schlängeln. Der Beifahrersitz wurde bei allen Taxis ausgebaut, um das Gepäck verstauen zu können. Alleine die Fahrt im Taxi war schon Abenteuer und das für einen schmalen Preis. Eine Silbermine kannst Du besuchen. Dort stand eine Bar an der die Bergarbeiter wahrscheinlich vor und nach der Arbeit ein Glas tranken, um der schweren körperlichen Arbeit zu erholen. In den Silberläden kriegst Du für wenig Geld wirklich guten Silberschmuck. Wir standen an einem kleinen Silberladen nahe der Kathedrale. Der Ladenverkäufer erzählte,an welcher Bar man den besten Tequila bekommen konnte. Er selbst sprach davon, dass er Meskal am liebsten tränke und Bier verabscheuen würde. Auch hier gab es am Abend eine ausgiebiges Feuerwerk. Am nächsten Tag ging es zunächst wieder nach Mexiko City. Am Abend ging es zum Lucha Libre, dem berühmt berüchtigten Wrestling.

Unser letzter Ausflug ging nach Teotihuacán

Das war der krönende Abschluss, die Pyramiden nahe Mexiko City. Wenn Du oben auf der Spitze der Pyramiden stehst, spürst Du die viele Energie, die von diesem Ort ausgeht.

Als wir In der Lufthansa Maschine den Rückweg antraten, überkam uns eine Flut von sentimentaler Sehnsucht. Aber Gott sei Dank haben wir uns noch zwei Flaschen von dem kostbaren Meskal mit dem Wurm in der Flasche mitgenommen-Wir gönnten uns schon morgens ein Gläschen, so dass ich kurz danach mit einem Ohrwurm eindöste………

I wanna dance by water ‘neath the Mexican sky Drink some Margaritas by a string of blue lights
Listen to the Mariachi play at midnight Are you with me, are you with me?

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