Fiesta Mexikaner Teil 3: Los Cabos Love Boat

IMG_2085 Erstaunlich, denn V. und ich wachten schon am nächsten Tag kurz nach zehn auf. Wir hatten ein straffes Programm vor uns, denn wir wollten entweder Hochseefischen oder Segeln gehen. Wir hatten beide keinen blassen Schimmer, wie wir an ein Boot kommen konnten, jedenfalls war mit Chartern im Hafen nicht viel los. Also mussten wir die typische Touri-Schiene fahren. Perse habe ich bei organisierten Fahrten dieser Art meine Zweifel. Zwei Mexikaner drehten uns für 40 US$ eine Fahrt auf einem Katamaran an. Ich war sehr skeptisch, doch andererseits gab es keine besonderen Alternativen, also buchten wir einen Segeltrip, mit anschließendem Schnorcheln in einer Bucht.
Vom Vortag noch etwas angedätscht schlenderten wir zu unserem Boot. V. und ich hatten keine gute Laune, das sollte sich aber schlagartig ändern, als uns auf dem Boot Margarita und kühles Bier angeboten wurde. Als wir auf dem Boot saßen, fühlte ich mich wie Harald Junke in seinen besten Zeiten. Keine Termine und leicht einen Sitzen. Wir passierten mit dem Boot die Klippen und weiße Sandstrände. Die Tour war in der Hinsicht eine Mogelpackung, da die Segel gar nicht aufgezogen wurden. Für mich als Vollblutsegler ein absolutes Verbrechen an der Menschheit. Und so schipperten wir mit dem Außenborder durch die Gegend. Die kühlen Getränke gleichten aber die Mogelpackung aus. Zudem machten sich die Damen an Board auch locker und setzten sich mit ihrem Bikini ans Deck. Teilweise waren da richtige Models dabei. Erste vorsichtige Annäherungen liefen aber nicht so gut. Aber V. und ich unterhielten uns mit jedem, ob Mann Frau, Paar- egal.
Wir steuerten eine kleine Bucht an, die sehr romantisch hinter den Klippen lag. Es wurde der Anker gesetzt und schnorchel und Maske verteilt. Wir tauchten durch einen einem Schwarm Pazifik- Fische. Als wir wieder an Bord waren, lockerte sich die Stimmung noch mehr auf, denn es gab noch eine Kleinigkeit zu essen und noch mehr Margaritas.
Die Getränke wurden von einem ToyBoy serviert, der jetzt zur Höchstleistung aufdrehte, indem er jedem Mädel Erdbeerlimis in den Rachen kippte. Ich saß vorne auf der Bug-spitze, was sehr spektakulär ankam, denn der Bug ging bestimmt drei Meter auf und ab. Ich wurde von dem ToyBoy gefragt, ob das nicht etwas gefährlich sei, was ich verneinte. Nichts desto trotz musste ich trotzdem die Fresse aufmachen um den Erdbeerlimis zu schlucken. Die Antibiotika taten noch ihr übriges.
Ich sah wie ein Mädel völlig allein im Netz vorne im Bugbereich lag. Sie hatte einen Alabasterkörper. Ich dachte mir, sie sehnt sich bestimmt nach Geselligkeit, also legte ich mich erst auf Abstand zu ihr. Sie rückte immer näher da sprach ich sie an und wir witzelten über unsere Hüte. Ich trug einen etwas zu groß geratenen Cowboyhut, den ich mir in San Miguel gekauft hatte. Sie trug einen witzigen Frauenhut. Ich war on, sie war on. Wir flirteten, bis der Mast sich bog. Dabei berührten sich unsere Beine. Es knisterte, als würde der Rumpf über ein Korallenriff laufen. Dazu setzte ich noch Kreide in die Stimme. Hier war alles dabei. Momentum. Ich nahm ihre Hand und führte sie aufs Deck, alles aus dem Impuls heraus. Ich wollte mit ihr tanzen. Gibt es etwas romantischeres? Ich gab dem ToyBoy den Befehl Salsa Musik zu spielen und so machten wir einige Moves, ohne dass ich behaupten kann, diesen Tanz wirklich zu beherrschen. Ich stellte mich dabei bewusst etwas doof und sagte, sie müsse mir das beibringen. Sie drehte dabei ihre Bikini Figur so sexy, also Tschuldigung, ich kann beim besten Willen nicht verstehen, warum man noch in einen Strip Club gehen sollte. Erotik pur, und dazu noch einen Cocktail guter Gefühle verpackt mit tiefen Emotionen. Das Schiff lief langsam ein und so machten wir es uns bequem an Deck. Dabei legte ich ihr zärtlich den Seidenschal um ihre Figur. Im Hafen angekommen, verabschiedeten wir uns von einander zärtlich. Shades of Gray und Rosamunde Pilcher kann einpacken, Freunde.

Euer Bodhi

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