Fiesta Mexikaner Teil 1: Spritze in den Arsch.

Guadalajara- Spritze in den ArschDiese Geschichte ist eine Serie von mehreren Teilen. In den letzten Wochen habe ich soviel erlebt, das könnte ganze Bücher füllen. Wovon ist die Rede? Ich war mit meinem Kumpel V. zwei Wochen in Mexiko unterwegs. Den Flug hatte ich gebucht, weil ich zusammen mit meinem Kumpel V. meine gute Freundin aus Mexiko City besuchen wollte, die ihr schon aus der Geschichte Tinda Mexikaner kennt. Nun ja zwei Wochen sind nicht gerade viel für so eine Unternehmung. Was macht man also? Wir strafften das Programm von drei Wochen, auf zwei Wochen. Jeden Tag eine andere Stadt. Das riecht verdammt nochmal nach Abenteuer. Die erste Woche grasten wir mehrere Städte ab. Aber schon am zweiten Tag bekam ich Scheißerei von dem Essen oder dem Wasser oder was weiß ich. Jedenfalls saßen wir in Guadalajara im Hotel fest. Das Ganze Unternehmen schien buchstäblich in Scheiße zu versinken.

Kacken war bei mir das Gesprächsthema Nummer eins, an Ficken war gar nicht zu denken. Damit aber nicht genug, denn ich wurde auch noch richtig schwach. Beim Kauf einer Schokolade im Süßigkeitenladen kippte ich fast aus den Latschen. Am übernächsten Tag, ging aber unser Flug nach Los Cabos. Da wollte ich einfach fit sein. Also, bestellte ich einen Arzt, der dann auch nach drei Stunden in der Hotellobby aufkreuzte. Es handelte sich um eine untersetzte Frau, die nur spanisch reden konnte, und wahrscheinlich zur Fraktion Knochenbrecher gehörte. Da sie kein Englisch konnte mussten wir die süße Rezeptionistin als Dolmetscherin bitten zusammen mit der Ärztin auf mein Zimmer zu gehen. Mir ging es zwar scheiße, was mich jedoch nicht davon abhielt, mit ihr auf Teufel komm raus zu flirten. Jedenfalls konnte ich ihr ein Lächeln abgewinnen. “You have an infection. I prepare you an injection”, wurde mir übersetzt. Oh Fuck! Das wollte ich nicht. In meinem Kopf spukten Horrorszenarien von nicht sterilen und verseuchten Spritzen im Kopf herum. Ich war mal in Russland bergsteigen. Einer der Teilnehmer kippte aus den Latschen und bekam eine Infusion. Die Nadeln haben die Ärzte wie einen Maulschlüssel aus einem Werkzeugkoffer geholt, natürlich nicht steril.
“No, no Injection!”, lehnte ich ab. Das begeisterte die Patronin nicht gerade und stampfte, “You must!” “Show me the needels”, sagte ich. Sie zeigte mir die Infektionsnadeln und sie waren in einer sterilen Packung eingeschweißt. Mir blieb nichts anderes übrig als einzuwilligen. Die Süße Rezeptionistin amüsierte sich, denn ich sollte die Spritze in meinen Arsch bekommen. Wie eine Domina befahl mir die Arztin mit dem Bauch auf das Bett zu legen. Ich kam mir vor wie eine Schwulette, die gleich von hinten genommen wird. Sie zog die Spritze randvoll, wahrscheinlich mit Antibiotika, auf. Die süße Rezeptionistin hielt mir die Hand: “Be brave” dabei knalle mir die Ärztin die Spritze in die Arschbacke. Wäre alles nicht so schlimm gewesen, wenn ich die Pobacken nicht so verkrampft angespannt hätte. Ich schaute der Süßen in die Augen und musste trotz alle schmerzen feststellen, das war die geilste Spritze, die ich jemals bekommen habe. Sie zwinkerte mir zuckersüß zu. Ich bekam eine ganze Apotheke mit Antibiotika und sonst was verschrieben und dazu noch die Order sieben Tage lang keinen Alkohol zu trinken. Auch mein Hinweis, dass ich Deutscher sei und Bier trinken müsse, half nicht die Ärztin zu besänftigen.
Nach der Überdosis Antibiotika ging es mir am nächsten Tag hervorragend. Nur leider fing jetzt V. an zu schwächeln und zu scheißen. Da Los Cabos (Stadt am Pazifik ähnlich wie El Arenal auf Mallorca) nun echt in Gefahr war, riefen wir wieder die Frau Doktor. V. hatte Glück, er musste sich nicht wie ein Schwuler auf das Bett legen und die Hose runter ziehen. Er bekam einfach nur Tabletten, weil es ihn nicht so erwischt hatte. Dafür hatte er die weniger hübsche Rezeptionisten als Dolmetscherin bei sich. Ausgleichende Gerechtigkeit, haha. Auf jedenfall freuten wir uns schon auf den Flug nach Los Cabos, um da mal so richtig die Puppen tanzen zu lassen. Präventiv waren wir ja schon gegen Geschlechtskrankheiten mit Antibiotika vollgestopft.

Euer Bodhi

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