Go big or go home

gobigorhomeEs ist Samstag, oder anders ausgedrückt, es ist mal wieder an der Zeit eine epische Nacht mit Freunden zu erleben. Zumindest dachte ich mir das. Einer nach dem anderen sagte ab und mit denen, die Zeit hatten, wollte ich nicht abhängen. Ich befand mich wieder vor einer Entscheidung. Zu Hause bleiben, oder alleine weggehen?

Du musst auch noch wissen, dass sich bei mir in letzter Zeit wenig mit neuen Ladies getan hat. Ich bin zwar ab und an mit Kumpels fortgegangen, doch es ergab sich irgendwie nichts, eine Art „Winterphase“ mit den Frauen. Vielleicht ist diese Phase ein Zeichen dafür, dass ich wieder selbstständiger werden soll. In meinem Inneren spürte ich auch, dass ich wieder zu abhängig von Freunden wurde. Die Entscheidung war also klar, ich gehe alleine fort und dieser Samstag war die perfekte Möglichkeit dazu!

Um 22.00 Uhr schallte das Lied „Hold on the vision“ von Kevin Chalfant aus meinem Handy. Es war mein Wecker, der mich von einem 20 minütigen „Powernap“ aufweckte. Ich stand sofort auf, zu schnell, denn mir wurde leicht schwindelig. Noch immer benebelt, betrachtete ich mein gemütliches Bett und dachte ich mir, wozu, ich kann auch hier bleiben, morgen ist auch ein Tag. Kennst du das auch, wenn kurz vor dem großen Unbekannten der innere Schweinehund hochkommt?

Als ich das bemerkte, sagte ich gleich zu mir selbst: „Dan, wenn du jetzt fortgehst, wirst du genau die Erfahrungen sammeln, die du jetzt brauchst! Wenn du hier bleibst, gibt’s nichts.“ Der Gedanke spornte mich an! Ich zog mich sofort an und ging raus.

Ziel war eine ganz neue Disco etwas weiter weg. Deswegen hatte ich schon ein dumpfes Bauchgefühl, weil ich keine Ahnung hatte, was mich erwartet. Ich habe nur im Internet gelesen, dass die Türsteherin wie eine Domina ist. Nach einer 25 minütigen U-Bahn Fahrt ging ich Richtung Club. Die Gegend war schlecht beleuchtet und deshalb dunkler. Es hatte schon leichten Gruselfaktor. Als ich so meinen Weg dahinstapfte sah ich den Laden. Ein Haus, keine Stockwerke und es hatte wohl ein flaches Dach, zumindest sah ich keines! Das Gebäude war komplett umzäunt und man konnte nicht reinsehen. Der Eingang war beleuchtet und Geländer führten einen rein. Am oberen Ende standen die Türsteher. Als ich auf diese zuging stach sofort eine Lady raus. Blond, High-Heels, Haare hochgesteckt und komplett in Leder angezogen. Ich schmunzelte leicht, denn das war wohl die besagte Domina-Türsteherin. Sie checkte mich ab und sagte nur: „Halt, nur in weiblicher Begleitung.“ Ich schaute sie an, zeigte ihr den Daumen und sagte okay. Als ich mich von der Disco entfernte, dachte ich mir nur: „Okay, ich kann jetzt heim, in eine andere Disco, oder die Herausforderung annehmen.“ Mir fiel ein Freund ein, der mir einmal gesagt hat: „Erlege dich der Nacht. Schau was passiert und passe dich an.“ Sprich, ich nahm die Herausforderung an!

Ich wartete 200m von der Disco entfernt und sah gleich eine 2er Gruppe Mädels. Als ich auf sie zu ging wurde ich plötzlich viel nervöser als normal. Meine Hände zitterten und ich kriegte schlechter Luft. Vielleicht ist die neue Umgebung schuld, wer weiß. Ich sprach sie trotzdem an!

Ich: Hey, Mädels geht ihr zum Club xxx (die Mädels grinsten mich gleich an)

Frau 1: Ja.

Ich: Kann ich euch um einen Gefallen bitte, könnt ihr mich reinschleusen, damit ich an der Domina-Türsteherin vorbei kann.

Beide lachten, stimmten zu und boten mir was zu trinken an. Ich nahm einmal nichts, weil ich zitternde Hände hatte. Echt amüsant, dass mir das selbst nach so vielen Ansprachen noch immer passiert. 🙂

So kam ich in den Club. Die Mädels verdrückten sich auf die Toilette, ich holte mir ein Bierchen und schaute mir den Laden an. Drinnen war es sehr dunkel und es war kaum wer da. Eine größere Tanzfläche mit DJ Pult befand sich in der Mitte und die Hauptbar verlief am Rand. RNB/HipHop dröhnte aus den Boxen. Ich ging weiter in den Außenbereich, der fast den ganzen Club umrandete. Der ganze Boden war mit Kies bedeckt und Leute saßen in Liegestühlen. Am Ende des Gartenbereichs war sogar ein Basketballfeld. So einen Club hatte ich auch noch nie erlebt. Die Atmosphäre war (noch) sehr angenehm.

Ich saß mich allein mit meinem Bier zu einem Tisch. 10 Minuten später nahmen 2 hübsche Mädels hinter mir Platz. Kein Druck ist meine Devise. Ich fühlte mich auch nicht komisch, dass ich alleine dasaß. (es ist nur so komisch, wie du es machst) Nach 20 Minuten wurde mir langweilig und ich dachte mir, spreche sie jetzt an, du wirst genau die richtigen Erfahrungen sammeln. Es fiel mir wirklich leicht. Ich lehnte mich nach hinten und sagte zu einer: „Jetzt sitze ich schon so lange hinter dir und habe nicht mal Hi gesagt.“ Sie lachte und schon war ich im Gespräch mit beiden. Wir redeten über verschiedenste Themen, doch irgendwie konnte keines wirklich „zünden“. Es kam mir so vor, als ob ich mit Menschen von einem anderen Stern reden würde. Sie waren einfach nicht auf demselben Niveau wie ich. (ob das jetzt über oder unter mir war, sei jetzt dahingestellt) Die Realität ist, dass man zu den meisten Menschen einfach nicht passt und das ist auch gut so! Ich zog dann mit bester Laune weiter in den Innenbereich. Wow, erst dann merkte ich wie voll der Laden schon war. Die Tanzfläche war schon voll und ich begann auch loszutanzen. Mich kuckten sehr viele Mädels an, Ausstrahlung olé. 🙂 Auf einmal kam ein Mädel mit einer Brille auf mich zu, nahm meine Hand und drehte sich. Ich wollte dann weitermachen, doch sie ging weg, ich lachte kurz und tanzte weiter zur Musik.

Ich war echt in Stimmung und das Frauen ansprechen viel mir viel leichter als normal. Es lag daran, dass ich durch das alleinige Fortgehen bereits etwas außerhalb der Komfortzone war. Ich saß mich dann zu einem tätowierten Mädel auf eine Couch mitten im Club und ein paar Minuten später sprach sie mich an. Ich fand es lustig, weil es nicht so oft passiert, dass eine Frau einen Typen anspricht. Wir redeten längere Zeit, ehe sie mit den Freundinnen weiterzog.

Weiter ging es im Garten, der schon komplett überfüllt war. Mir fielen gleich 4 Typen auf, die einfach nicht hierhin passten. Alle 4 im Anzug. Ich ging hin und sprach sie an mit: „Hey, ganz ehrlich, was hält ihr vom Publikum hier?“ Einer meinte: „Ja, voll der Scheiß, zwar alle geil, aber strohdumm.“ (ich gab ihm nicht ganz Recht, aber viele waren wirklich aus einer anderen Gesellschaftsgruppe) Es stellte sich heraus, dass alle 4 fertig studiert haben und arbeiten. Sie schienen ziemlich intelligent. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinen Schultern und ein neuer Typ kam dazu. Der Typ war echt offen, freundlich und grinste nur. Er war, wie sich herausstellte, der Chef von dem Laden und kannte die 4er Gruppe. Ich wollte gleich mit ihm „connecten“ und er gab uns was zu trinken aus. Auf seine Frage wie sie den Club finden, antworteten alle 4 Anzugsträger: „Ja geiler Club!“ Innerlich lachte ich mich an, weil sie mir vor 10 Minuten, was anderes gesagt haben. So viel dazu. Ich blieb noch ein bisschen bei ihnen und zog dann weiter.

Die Uhr schlug 2 und ich war energetisch ausgelaugt. Ich hatte einiges an Gesprächen hinter mir, doch irgendwie klappte es nicht. Es war wohl an der Zeit heimzugehen, ehe ich ein Schild las: „Go big or go home.“ Auf einmal wurde ich voll motiviert. Es muss noch etwas Episches passieren! Ich ging in den Innenbereich, es war an der Zeit die geilste von dem Laden anzubaggern. Sie stand mit 3 Freundinnen an der Bar. Ich habe sie schon vorher bemerkt. Sie war groß, brünett und schlank. Modelmäßig. Mein Kopf spielte mir wieder was vor und ich spürte einen Kloß im Hals. Ich wand meine Technik an, die sehr oft funktioniert: „Atme tief ein und lenke deine Aufmerksamkeit weg vom Kopf hin zum Brustbereich.“ Meine Nervosität klang komplett ab und es gab kein Kopfkino mehr. Nur mich, sie und den Willen sie anzugraben! Ich schritt zu ihr und stoß alle Leute dazwischen aus dem Weg. (natürlich sanft 😉 )Ich sprach sie an. Sie lächelte mich voll süß an. Es folgte ein angenehmes Gespräch, doch es stellte sich heraus, dass ihr Freund in dem Laden arbeitete. Ob das stimmt, keine Ahnung, ich war möglicherweise am Schluss nicht hartnäckig genug. Ich ging weg und saß mich wieder auf meine geliebte Couch. Ich war komplett präsent und beobachtete die Leute. Plötzlich stieg mir ein Mädel auf den Fuß. Ich rief nur: „Doktor!“ Sie lachte und schon waren wir im Gespräch, doch dieses war anders. Es war extrem sexuell. Voll der perverse Augenkontakt, geile, tiefe Stimme meinerseits. Sie spielte mit den Augen und Händen mit. Ich spürte regelrecht wie sie dahinschmolz. Auf einmal kamen ihre Freunde und sagten sie gehen weiter. Sie hielt mich bei meiner Hand fest und wollte, dass ich mitgehe, doch ich hatte keinen Bock. Sie ging weiter. (das war ein Fehler meinerseits)

Ich saß also wieder alleine da und fragte mich, was wohl als nächstes passiert. Einen kurzen Moment später stolperte ein Mädel mir direkt vor die Füße. Was ist hier los? Ihre Freundin hob sie hoch und sie setzten sich zu mir. Nennen wir die gestolperte Marion und die andere Andrea.

Andrea (mit riesigen glasigen Augen): „Baby, ist dir nichts passiert?“

Marion: „Es ist so peinlich, das hat jeder gesehen!“ (Es hat keiner gesehen, nur ich)

Andrea: Keine Sorge es hat keiner gesehen, oder? (sie schaute zu mir)

Ich: Bis auf die Securitykameras hat es keiner gesehen.

Marion saß dann weitere 20 Minuten neben mir und redete wie peinlich das war. Als ich neben ihr saß, fragte ich mich nur, wo ich denn hier gelandet bin. Was ist das für ein komischer Laden? Irgendwann kuckte sie mich an und meinte: Habe ich noch Lippenstift auf den Lippen, soll ich noch was rauf tun? (sie suchte sich Bestätigung) Ja tu es, mir egal. Sie war zwar sehr hübsch und das war eigentlich ein Aufhänger sie zu küssen, aber ich tat nichts. Frauen mit so geringen Selbstwertgefühl, oder besser gesagt, die sich wie kleine Kinder verhalten, finde ich nur unattraktiv! Irgendwann ging sie weg und ich war glücklich sie endlich losgeworden zu sein.

Mittlerweile war es halb 4 und ich war irgendwie energetisch komplett am Boden. Kein „go big“ mehr im Kopf. Der komplette Laden, oder zumindest das Event war komisch. Ich zog langsam, aber mit dem Kopf oben Richtung Heimat.

Als ich den Abend Revue passieren ließ, dachte ich mir nur, wie verrückt das war. Hier ein paar Punkte:

  • Ich weiß, dass ich alleine rausgehen kann und es phänomenal wird
  • Ich bekam genau die Erfahrungen, die jetzt für meine Entwicklung wichtig waren
  • Ich kann jetzt noch besser mit meinen Gefühlen und Gedanken umgehen
  • Alleine passieren einfach nur die skurrilsten Sachen.
  • Eine Menge Leute kennengelernt und meine „Social Skills“ erweitert
  • Selten bin ich so oft von Frauen und Männern angesprochen worden

Ja, das war die Geschichte. Es ist zwar keine Nummer oder Fick rausgesprungen, aber ich habe mich weiterentwickelt. Alleine Fortgehen ist anders, aber ein essentieller Schritt in jeder Entwicklung. Danach fühlt man sich, als ob man „Bäume rausreißen“ kann. Kaum woanders kann man sich besser kennenlernen, als in Situationen wo man agieren muss! Also, wie schaut es bei dir aus? Läufst du von dir selbst davon, oder stehst du deinen Mann, sammelst die notwendigen Erfahrungen und entfachst dadurch dein enormes Potential?

Dein

Dan

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *