Russian Love

Diesmal war schon ein wenig das Problem, sie zum Date zu animieren. Aber hier hat der neue Glaubenssatz geholfen: „Ich gebe einer Frau die innere Stabilität, die sie sich selbst nicht geben kann!“ oder „Ich selbst bin der Baum, sie das Eichhörnchen und kann gerne darauf rumspringen“. Diesmal blieb ich dran. Sie hat jede meine SMS beantwortet und sie hat mich ja kontaktiert und nicht ich sie. Aber sie befindet sich gerade in der Umbruchphase, zieht von einer großen Stadt in eine Andere und arbeitet wesentlich mehr als ich, da sie selbstständig ist.
Wovon spreche ich? Von der zauberhaftesten Russin, die ich bis jetzt getroffen habe- ich meine eine Russin, die auch nach einer Russin aussieht. Wie soll ich sie beschreiben. Sie hat leuchtende Augen, schöne lange gesträhnte Haare, ein eher rundes Gesicht und schöne volle Lippen. Der Körper war auch eher rundlich aber schlank.
Es war schwierig, überhaupt ein Date mit ihr zustande zu bekommen, aber schlussendlich sagte sie zu. Bei Ihr habe ich mich hineingefühlt, Empathie gezeigt mit ihrem Beruf und ihrem Umzug. Manchmal kam ich mir dabei wie ein Weichei vor, wenn ich zuviel Empathie zeige. Andererseits finde ich selbst Menschen extrem attraktiv, wenn diese empathisch mir gegenüber sind, also warum soll das nicht auch auf der Gegenseite so sein.
Wir trafen uns in einer coolen Cocktailbar, einer alten ausrangierten Bahnhofshalle mit Chiligen Elektrosound. Irgendwie hatten wir Probleme uns zu treffen. Zugegeben der Bahnhof ist schwer zu finden, aber doch sehr zentral. Je leichter ich es ihr mache, desto eher kommt sie auch zum Date. Also schickte ich ihr einen „google maps Screenshot“ und beschrieb ihr, mit welcher Bahn sie zu kommen hat. Oberste Prinzip gilt, möglichst alle Barrieren beiseiteschaffen. Als ich sie traf, kam mir wieder das altbekannte Gefühl, wenn ich das erste Date habe. Es ist eine Mischung aus hoffnungsvoller Erwartung, Freude und Angst vor dem Ungewissen. Da Stand sie also verhüllt ganz in Schwarz direkt vor der Cocktailbar. Ich begrüßte sie aber ein Küsschen links und rechts war nicht möglich, weil sie eine Kapuze auf hatte, dafür nahm ich ihre Hand umso zärtlicher. Ich hielt ihr die Tür auf, wie ein Gentleman und ihr einen Platz zugewiesen. Wir saßen uns nun gegenüber und ich sah wie schön sie war. Aber Schönheit ist bei mir nicht alles. Sie sollte auch kommunikativ sein. Für mich ist es inzwischen völlig selbstverständlich, ein gutes Date zu haben. Ich bestellte mir einen Cocktail, und sie einen Cappuccino. Da sie kein Deutsch sprach, mussten wir uns auf englisch unterhalten, was für mich auch kein Problem war. Vor einem Jahr noch undenkbar. Was soll ich sagen es passierte nicht viel außer, dass ich ihr erzählte, dass die Stadt in der sie zieht, eine sehr weltoffene Stadt sei und das auch jeglicher Sexualität. Ich sah, wie sie aufmerksam zuhörte und ich selbst wunderte mich über mich selbst, dass ich so lässig über solche Themen sprechen konnte, noch zudem mit einer so hübschen Frau. Dabei schaute ich ihr ultratief in die Augen, fast hypnotisch. (Ich habe versucht, in ihre Seele zu schauen, tiefe Connection). Sie schien sehr gebildet zu sein mit drei akademischen Abschlüssen und mit mehreren möglichen Stationen auf der Welt. Nach zwei Stunden deute sie an, sie wolle gehen. Ich bestand aber darauf sie zu begleiten und hatte aber so ein wenig Hoffnung sie bis nach Hause zu bringen.
Als wir durch den Park gingen, sie mußte schon sehr viel Vertrauen gehabt haben, denn es war dunkel, habe ich meine Stimme sehr sanft aufgesetzt, so wie ich das in Amsterdam auch gemacht habe oder Juan aus Vicky Christina Barcelona… Was ich faszinierend fand war, dass sie sich der Stimme angepasst hat. Weil es so kalt war, habe ich ihre Hand genommen und mich an ihr gewärmt, allerdings hatte sie Handschuhe an, aber sie lächelte und war rezeptiv. Ich erzählte Dinge wie, dass mich mein Bruder immer beschützt und andere vermöbelt hat, wenn ich in der Klemme steckte. Sie sagte daraufhin„ I also like to have someone, who protects me“, aber das in einem super weiblichen Unterton. Eigentlich hatten wir schon Sex. Indem Moment dachte ich mir, soll ich einfach meine Hand über ihre Schulter legen? (Alert, nein nicht denken machen)
Sie wollte sich nun verabschieden und auch mehrmaliges Fragen, ob ich sie nicht begleiten solle, half nichts. Mit einem zärtlichen Kuss auf die Wange verabschiedete ich mich von ihr. Wir sahen uns ein Letztes mal in die Augen und ich sagte:“ You have beautiful lips“. Die hatte sie auch wirklich, war also kein Spruch.
Bei alle dem habe ich gemerkt, dass sie sehr empfangend war. Das war ja auch meine Aufgabe, die ich mir gestellt habe, in sie hineinzufühlen. Kann ich ganz gut. Sie ist eher zurückhaltend und höflich, als wie ein aufgescheuchtes Huhn. Achja, hatte ich erwähnt, dass sie extrem hübsch ist? Hätte auch ein Model sein können, und dazu noch hochgebildet.

Leider lief nicht mehr. Ich habe dann noch ein zweites Treffen versucht zu arrangieren, sie hatt aber mit dem Umzug zu viel zu tun. Ich habe dann geschrieben, dass ich sie nächste Woche noch mal anschreibe. Ich hatte irgendwie Hemmungen sie zu küssen.

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