Golfschläger

20150421_182308Wir haben Karneval und was passiert, wenn wir Karneval haben? Natürlich, deine Freunde aus der Schul- und Studienzeit wollen Dich besuchen, um Karneval zu zelebrieren. Na gut. Ich bekam eine Nachricht in Form eines Fotos von meinem alten Kumpel in Karnevals Kluft. Die Kommentare meiner anderen Kumpels amüsierten mich, „Vorstandsvorsitzender von YMCA“, „das ist doch nicht CSD“ etc. Kurz gesagt es war das schwulste Kostüm, was ich mir je vorstellen konnte. Er trug eine schwarze glänzende Wet Leggins, eine Lederkappe, wie sie häufig im Schwulenmilieus zu finden ist, Piercings, Pinke Perücke, Pornosonnelbrille, und einen schwulen schwarzen glänzenden Umhang. Da er eher zierlich gebaut war, sah das aus wie ein transsexueller schwuler Homo, wie es im Buche steht. Ich dachte nur, das kann ja heiter werden, Frauen werden wir dann wohl nicht kennenlernen.
Ich kam einfach nicht in Feierstimmung. Aber wie das immer so ist, genau dann geht’s richtig ab. Das erste Bier gab es gleich am Wege Rand und diesmal hatte ich auch kein Bock weit raus zu fahren. Wir nahmen uns die nächste Eckkneipe in der Südstadt vor. Denn was in keinem Reiseführer steht, der richtige Karneval findet nämlich in den Eckkneipen der Veedel statt. Das Gedränge ist unglaublich und Körperkontakt ist selbstverständlich. Beste Voraussetzungen für einen geilen Flirt. Nach zwei Bier kam ich aber richtig gut rein und meine Laune änderte sich schlagartig ins Positive, als mich zwei süße Engel mit Engelsflügeln ansprachen,“Kannst Du bitte ein Foto von uns machen?”“. Ich nahm die Kamera, aber machte nicht brav ein Bild, sondern dutzende und ging dabei richtig nah an ihre Gesichter. Die beiden wurden aufgescheucht, wie wilde Hühner. Das hatte den Effekt, dass die geilsten Bilder überhaupt entstanden sind. Die beiden waren verdammt heiß. Wie wechselten aber den Tanzbereich. Mein „Homokumpel“ stellte sich stumpf in die Ecke. Diesmal ging ich mit der Bützchen Masche ran. „Hey, tust du mir mal ein Gefallen und gibst meinem Kumpel ein Bützchen?“ In der Regel geht das bei Karneval. Sie, ein Mädel mit blonder Perücke, gab meinem „Homokumpel“ Bützchen und die Beiden unterhielt sich. So einfach geht das.
Ich beobachtete ein Mädel, wie sie mit einem Golfschläger Typen an der Mütze anstupste. Sie stand auf einer Empore und ärgerte die Typen. Zuerst fand ich es ja ganz witzig, aber sie hörte gar nicht auf damit und irgendwie sah das verdammt gefährlich aus, denn so ein Golf- Schläger hat vorne ja noch ein Gewicht. Ich konnte nicht mehr zugucken, weil es so unsicher aussah. Ich drehte mich zu der Blonden neben mir und fragte sie, wie sie das findet. Sie war meiner Meinung und ich glaube so ziemlich jeder war meiner Meinung. Ich habe ja nichts gegen originelle Späße, aber irgendwie sah ich den Golfschläger irgendjemanden schon im Schädel einschlagen. Da keiner wagte etwas zu sagen, fragte ich sie: “Sag mal findest Du das witzig? Das ist ziemlich gefährlich, was Du da machst. Hör mal auf damit, es ist einfach verdammt gefährlich.“ Sie war aber nicht einsichtig und gab mir auf ziemlich unverschämte Art und Weise zu verstehen, dass ich ihr gar nichts zu sagen hätte.
Ok. Es ging schon längst nicht mehr nur um den Golfschläger, sondern um Bitches bzw. Zicken, die einfach nie in ihrem Leben Grenzen gesetzt bekommen haben. Der Kellner machte sie auf den Golfschläger aufmerksam, aber auch er wurde schlicht ignoriert. Die blonde Süße schüttelte den Kopf. „Sie ist uneinsichtig. Wie findest Du das?“, fragte ich sie. „Unglaublich“, erwiderte sie. Mir kam ein genialer Gedanke und ich traf eine Entscheidung, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Denn soviel stand fest, der Dame wollte ich eine Lektion erteilen, die sie nie vergessen sollte. Ich hatte einen Plan und weihte die Mädels neben mir mit ein. Wir steckten die Köpfe zusammen, „passt auf, ich reiße ihr den Schläger aus der Hand und reiche Euch den nach hinten weiter durch. Das muss aber blitzschnell gehen! Abgemacht“. Ich war begeistert, dass ich ein Trupp Soldatinnen anführte. Ich stellte mich neben dem Mädel mit dem Golfschläger und wartete. Die süße Blonde, meine Komplizin direkt neben mir in Wartestellung. Hahaha, ich fand meinen Plan richtig gemein, aber genial. Am liebsten hätte ich mich selber gerne gevögelt, so geil fand ich mich.
Der Schläger ging in die Höhe, sie setzte an um ein neues Opfer zu ärgern, ……Zack! Ich hielt den Schläger fest in der Hand. Sie wollte nicht loslassen, es ging zu hin und her. Sie gab auf, Sieg für Bohdi! Ich überreichte den Golfschläger sofort meiner süßen Assistentin, die mit Genuss den Schläger nach hinten weiterreichte. Ich konnte nur noch sehen, wie der Schläger von der Menge verschluckt wurde.
Ich wusste, dass das Mädel jetzt außer Kontrolle gerät, aber das nahm ich in Kauf, schließlich bin ich ein Mann und ich dulde so ein Verhalten nicht. Sie drehte sich um, beschimpfte mich (wie auf Crystal Meth) und wurde dabei körperlich. Ich hatte mal eine ähnliche Situation, als ich mit einem Mädel durch Israel gereist bin. Eigentlich bin ich ein Fan von gewaltfreier Kommunikation, aber in dieser Notsituation hilft nur der preußische Militär Ton, pure Dominanz. „Nimm deine Flossen von mir weg! Fass mich nicht an!“ schrie ich zurück und schaute ihr dabei tief in die Augen und wies sie mit einer Geste zurück. Sie versuchte nicht mit mir zu diskutieren, sie beleidigte mich einfach nur. Daher belehrte ich sie, dass ihr Verhalten eine gefährliche Sache sei und ich handeln musste. Sie rannte wütend weg, um anschließend wieder zurückzukommen. „Wo ist der Schläger?“ schnaubte sie. „Habe ich die Toilette runter gespült“ konterte ich dominant. Für mich war die Sache erledigt und ich tanzte wieder. Bei meiner Assistentin bedankte ich mich mit einem Kompliment, dass sie das coolste Mädchen sei. Ich merkte, dass ich bei den Mädels der King war. Es stürmten zwei Frauen auf mich zu, sie wollten unbedingt mit mir tanzen, und zwar schmutzig. Die Eine rieb ihre Fotze an meinem Bein, am liebsten hätte sie mich auf der Tanzfläche gefickt. Ich drehte meinen Kopf an ihre Wange und stöhnte ihr ins Ohr „…mhhhh, ja reib deine nasse Fotze an meinem Bein!“ Sie schaute mir in die Augen ich lächelte, sie war kaum zu bremsen. Sie nahm mein Bein zwischen ihre Fotze und spannte die Oberschenkel an. Aber die Grenze habe ich noch nicht erreicht, ich schaltete einen Gang höher. Sie trug so eine Schweinsnasenpappnase. „Mhhh ahhh, Du geiles Schwein“, flüsterete ich ihr ins Ohr. Ich versuchte sie zu küssen, was mir aber nicht gelang. Sie trug einen Ehering. Ich nahm ihre Freundin mit ins Boot, indem ich ihr den Arsch streichelte. Ich versuchte sie zu küssen, sie drehte aber den Kopf weg. Aufeinmal waren sie weg. (Im Nachhinein hätte ich sie in die Toilette führen sollen, aber das war mir einfach zu eklig )
Dafür kam wieder das Mädel mit dem Golfschläger auf mich zu und versuchte es mit einer gemäßigten Stimme. „Du ich habe deinen Schläger nicht, dann musst Du mich wahrscheinlich anzeigen.“, versuchte ich ihr zu vermitteln, „Ja das mache ich auch“ „Ja, aber ich sag Dir nicht wo ich wohne, hahaha.“ konterte ich und lachte sie aus.
Mein Blick ging zu meinem „Homokumpel“. Er knutsche mit dem Mädel. Da ich gerade richtig im Flow war, unterbrach ich die beiden und flüsterte ihr stöhnend ins Ohr,“mhhhhh ich weiß, dass mein Kumpel den größten Schwanz hat“.
Als ich mich wieder umdrehte, stand auf einmal ein Typ vor mir. „Rück den Golfschläger raus!“ Ich schaute ihn cool in die Augen. Wahrscheinlich gehörte Ihm der Golfschläger, aber ich finde, er ist selber Schuld. „Ich weiß nicht, wo Dein Schläger ist“, gab ich ruhig von mir. Er sah jetzt ziemlich sauer aus…..
Ich drehte mich wieder zu meinem Homokumpel, „Bohdi, ich gehe jetzt mit Steffi los.“ „Ok brauchst Du den Schlüssel für die Wohnung?“ „Äh nein wir gehen zu ihr.“
Verdammte Axt, ich mache hier ohne Ende krasse Aktionen und habe nicht einmal ein Mädel geknutscht verdammt, und mein Kumpel im Homooutfit, wird abgeschleppt, obwohl einfach nur stumpf herumgestanden. Aber es ist so ein bisschen wie bei dem Film Bang Boom Bang. Mädels sind am Ende nicht am Start, aber dafür umso mehr Abenteuer.
Ich sah, wie der Golfschläger- Typ seine Kumpels zusammenrotte. Ok, das riecht nach Gefahr. Ich nahm meinen anderen Kumpel buchstäblich an die Hand und zog ihn aus der Kneipe. Muss ziemlich schwul ausgesehen haben, aber er war nicht mehr ganz nüchtern und es musste schnell gehen. Draußen sagte er mir „Bohdi, die Blonde von vorhin (meine Assistentin) hat mich nach meiner Nummer gefragt. Ich habe ihr gesagt, oh Entschuldigung ich darf meine Nummer nicht rausgeben, ich hoffe Du respektierst das.“ „jaah ich respektier das“, gab sie als Antwort. What the FUUUUUckk. Was ist das denn für eine halbschwule Scheiße! Ich gucke meinen Kumpel völlig entgeistert an. Er ist einfach zu lieb. Stattdessen analysierte er meine Aktionen. „Machst viele Baustellen auf, aber keine machst Du zu!“ Der hat gesessen und ja, das stimmt.

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