Ein Leben ohne Alkohol?

Ein Leben ohne Bier?Das fragte damals der Blödel- Darsteller Tom Gerhart in dem Film „Voll Normal“.
Ich fand mich mit Sven gegen 11 Uhr Abends in einem stilvollen Club von Köln wieder, um ein paar Frauen kennzulernen. Jetzt geht es ans Eingemachte. Es gibt kein zurück mehr. Im Kiosk hatte ich mir schon ein „Desperados“ gekauft, um mich warm zu machen. Aber es schmeckte mir nicht sonderlich. Dabei kam mir eine Idee. Brauchst Du wirklich Alkohol, um im Club gut feiern zu können? Brauchst Du überhaupt Alkohol, um lockerer zu werden? Wie im Film Rodger Dodger richtig dargestellt wird, dient Alkohol als soziales Schmiermittel in unserer Gesellschaft, egal, ob es sich um berufliches oder privates Vergnügen handelt. Ich fasse einen Entschluss. Ich feiere ohne Alkohol.


Mir stockt der Atem. Ein Leben ohne Alkohol? Feiern ohne Alkohol? Ich wusste, das wird hart sein, denn ich brauchte bisher immer ein wenig Alkohol, um lockerer zu werden, wie 98% der Leute im Club. Der Club war in zwei Ebenen aufgebaut. Die obere Ebene war der Barbereich und so gegen 0 Uhr gingen die Forten des untere Tanzbereichs auf. Das war eine schöne Gelegenheit, um schon mal auf Tuchfühlung mit dem schönen Geschlecht zu gehen. Die ersten beiden Mädels standen direkt neben uns, also nicht wirklich schwer anzusprechen. Sie bestellten sich gerade Getränke konnten sich aber nicht richtig entscheiden, das verriet mir ihr Blick in die Karte. Also Aktion! „Hey, wenn ich euch eine Empfehlung geben kann, ich würde ein richt SCHÖN GEZAPFTES KÖLSCH bestellen!“ . Sie fingen an zu lachen(Ich dachte nur, so was Bescheuertes zieht?Na gut) Sie stellten sich vor und ich kam mit Ihnen ins Gespräch. Allerdings ging mir schon nach kurzer Zeit der Gesprächsstoff aus. Die beiden waren noch relativ unlocker, so mein Gefühl. Die ersten Minuten im Club sind immer die härtesten. Du musst dich erst einmal an den Club und die Leute gewöhnen und selbstverständlich brauchen auch die Leute selbst ihre Zeit. Ich brach das Gespräch ab, aber nur, um in ein paar Minuten wieder hinzugehen. “Hey ihr habt euch ja doch kein Kölsch bestellt“ , stammelte ich. Und wieder ein Gelächter (so was zieht? Haha, na gut). Leider entwickelte sich wieder kein richtiges Gespräch. Die Beiden sollten wir aber wiedersehen.
Szenenwechsel. Es standen mehrere Mädels markant mit Hüten an einem Stehtisch, links daneben ein Gruppe Männer. Und Aktion! „Hey, die drei Typen neben euch warten darauf von euch angesprochen zu werden, jetzt gebt euch mal ein bisschen Mühe.“, fing ich an. Wieder Gelächter (so was zieht? ja geil, so einfach). Danach kam noch der Spruch, „seid ihr von Bauer sucht Frau“ Ich zeigte auf die Hüte. Entsetzten und gleichzeitig Gelächter. Das Gespräch lief 5 -10 Minuten.. Mein Lieblingsspiel Berufe erraten lief geil. Ich rate dann auch gerne mal so Berufe wie Clown, oder Künstlerin. Aber, dann ging mir auch wieder der Gesprächsstoff aus und ich entfernte mich. Also wieder Action! Ich ging wieder zurück und diesmal stellte ich jemanden aus der Bar vor. Er scheint ein Player zu sein und unterstützte mich, da er die Mädels durch seinen ausländischen Charme in den Bann zog. Er fokussierte sich auf die beiden auf der linken Seite, sodass ich isoliert mit der Anderen quatschen konnte. Sie stand auf und wollte für ihre Freundinnen Shots an der Bar bestellen. Sie wartete aber sehr lange, da sie vom Barkeeper nicht beachtet wurde und von zwei Typen abgeschirmt wurde. Ich ging zu ihr und sagte: “Hey, hier in Köln muss man etwas aggressiver werden, wenn man etwas bestellen will“ drückte die beiden Typen, die auf einem Barhocker saßen, etwas zur Seite und sagte,“ ey, mach mal etwas Platz hier für die Dame“ Sie lächelte, der Typ maulte, aber alles gut.
Um wieder in den Redfluss zu kommen, machte ich die Übung assoziiertes Sprechen. Einer gibt den Satz vor, der Andere antwortet mit einer Assoziation und immer Hin und Her.
Wir stellten uns strategisch günstig in den unteren Tanzbereich, wo alle entlang mussten. „Täpp, Täpp“, Frauen auf die Schulter antippen, sie dreht sich zu dir, du hältst langsam in Zeitlupe deine Hand hin. In der Regel greifen sie deine Hand. Allerdings war ich hier etwas ängstlich, was der Grund dafür war, dass es kaum funktionierte. Dann zwei wirklich heiße Mädels, schon leicht angeduselt tanzten direkt neben uns. So was passiert nicht aus Zufall. Sie tanzten verdammt heiß. Und Action: „Hey, das ist ja unglaublich, hier darf man nicht tanzen. Wieder Gelächter (so was zieht? Ok, akzeptiert, haha). Sven kümmerte sich um die Blonde, ich um die Brünette mit Rehaugen. Während sie mit mir redete, berührten sich fast unsere Lippen. Sie war völlig hibbelig. Es stellte sich heraus, dass sie aus New York kam, um ihre Freundin zu besuchen. Ok, ich spürte, dass sie geil war. Ich fragte sie, ob es in New York gute Clubs gäbe. Sie verneinte, was mich wirklich erstaunte. „Die New Yorker Clubs sind ein Scheiß im Vergleich zu den Clubs in Berlin“. „Wie, keine Clubs, auch nicht so wie der Kit Kat Club in Köln?“, fragte ich zurück. „In Köln gibt es keinen richtigen KitKat Club, der ist nämlich in Berlin und einzigartig“, kam von ihr zurück. Volltreffer, sie ist gut drauf, also auch sexuell offen. Sie fragte dann was ich so machen würde. Ich überlegte ob ich meinen wahren Beruf verraten sollte oder etwas völlig anderes, „ICH BIN BLOGGER UND HABE SCHON DREI E- BOOKS RAUSGEBRACHT“. (auf Anfrage schicke ich Dir gerne die E-Books kostenlos zu). Sie war begeistert. Tja, Freunde, das ist meine neue Realität, mir gefiel aufeinmal der Gedanke daran, ein Schreiber zu sein. Dann kam Sven und wir machten Partnertausch, das heißt, ich kümmerte mich um die Blonde und er um die Brünette. Leider lief die Unterhaltung mit der Blon-den nicht so optimal. Sven separierte sich mit der Brünetten.
Ich folgte dem Prinzip, so viel Frauen wie möglich ansprechen und kennenlernen, um sie später wiederzusehen, um später vertrautere Gespräche zu führen, das war die Devise.
Die weiteren Versuche gestalteten sich aber als Schwierig. Es gab sogar Mädels, die vor Schüchtern-heit weggerannt sind. Aber auch hier darf ich mich nicht aus meinem Konzept bringen lassen. Ich schaffe mir meine eigene Realität.
Als wir wieder in der oberen Bar waren, setzte ich mich kurz, um wieder etwas Power zu generieren. Ganz schön anstrengend völlig nüchtern in einem Club zu sein, wo alle richtig viel Spass hatten und besoffen waren. Ab jetzt brauche ich im Club keinen Alkohol zu trinken. Das ist ne Wahnsinns Herausforderung, aber auch cool.
Eine Dreigruppe mit Mädels standen vor uns. Eine von Ihnen trug richtig schöne High Heels. Allein schon vom Anblick der Schuhe bekam ich eine Latte. Genau das wollte ich ihr sagen, denn Ehrlichkeit kommt gut. Der Widerstand war zu groß. Beim nächsten Mal bringe ich das.
Szenenwechsel. Wir sahen wieder die Mädels vom Anfang, die mit dem „Kölschspruch“, an der Bar sitzen. Sven laberte die Brünette voll. Ich war erst einmal raus, kam dann aber wieder zurück zu den Beiden. Sie lächelte mir verschmitzt zu. Ich bemerkte, wie Sven sie mit einer Trance in Form einer kreidigen Stimme sexuell erregte. War es Einbildung oder lag ein Muschigeruch im Raum? Wahrscheinlich war sie am Auslaufen. Sexuelle Trancen ist eine faszinierte Sache. Das will ich auch drauf haben. Sie sah zu mir rüber und sagte mit einem Lächeln: „Also ich will jetzt gehen, was willst Du? Bleiben oder auch gehen?“ Ich war verwirrt:“ ähhhhä bleiben“ Was war das denn? What a fuck…
Eine Dreiergruppe Mädels saß an der anderen Ecke der Bar. Also Action. Ich stellte mich zwischen den beiden hünscheren und tippte sie beide gleichzeitig auf die Schulter. H…..E….Y, W….E…R s..e…i…d ……i….h….r d….e….n….n….? Sie fingen an zu lachen, wahrscheinlich nicht wegen des Spruchs, sondern eher wie ich es rübergebracht habe. Die Blonde drehte sich zu mir und fragte keck zurück:“ Sag mir erst einmal, wer du bist!“. Ich nannte ihr meinen Namen. Dann geriet irgendwas aus dem Ruder. Ich habe sie nicht verstanden, erstens weil sie sehr undeutlich sprach und zweitens, weil auch im Barbereich die Musik zu laut war. Ich fragte mindestens dreimal nach, dann wurde sie patzig. Ich konterte mit:“Wirst Du jetzt gerade emotional?“.
Nach einer Weile ging ich zurück und entschuldigte mich bei Ihr für mein aggressives Verhalten von vorhin. Sie war überrascht und lächelte. „Das war doch nicht aggressiv“ gab sie zurück, aber ihre Freundinnen zogen sie wieder nach unten auf die Tanzfläche.
Fazit:
Immer an einer Frau kleben bleiben und nicht so schnell aufgeben.
Emotionale Intelligenz einsetzen. Empathie.
Ruhig auch mal auf Risiko gehen.
Es muss nicht immer perfekt sein.
Es kommt immer darauf an, wie Du etwas sagst, nicht was.
Immer wieder zurückkommen. Die Frauen werden erst nach dem zweiten oder dritten Mal erst richtig warm mit dir.
Auch mal gegenüber anderen Männern Position beziehen (muss sich im Rahmen halten kein Pöbeln)
Wenn sich Frauen fallen lassen (ausgelassen feiern), ist es extrem einfach, auch die sexuelle Komponente einzubringen.
Ich bleibe immer in meiner Realität, mag kommen, was will.

Feiern ohne Alkohol ist auch möglich. Ich brauche kein Alkohol um locker zu sein.

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